Bereits 290 Hitzetote in Thüringen in diesem Jahr - und was macht die Stadt Weimar? Sie will mit der Bebauung des Merketals eine für das Stadtklima wichtige Kaltluftleitbahn zerstören!
In diesem Jahr sind in Thüringen nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mitte August rund 290 Menschen durch Hitze gestorben. Das sind mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016. Bundesweit haben die Hitzewellen 2026 demnach bislang rund 15.800 Menschen das Leben gekostet – ebenfalls der höchste Wert seit 2016. Die bis dato meisten Hitzetoten hatte das RKI im Jahr 2018 registriert – mit 9.500 Sterbefällen, darunter rund 180 in Thüringen (RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität vom 27.08.2026). Trotz dieser dramatischen Entwicklung aufgrund des fortschreitenden Klimawandels und dem dadurch bedingten Temperaturanstieg will die Stadt Weimar das Merketal – eine für das gesamte Stadtklima wichtige Kaltluftleitbahn – mit bis zu 400 Wohneinheiten bebauen und dadurch die Kaltluftleitbahn zerstören; mit weitreichenden negativen Folgen für die Stadtbevölkerung. Und dies, obwohl aufgrund der aktuellen und bis 2045 prognostizieretn Entwicklung der Einwohnerzahlen von Weimar kein Bedarf für zusätzliche Neubauten besteht (im Zeitraum Juni 2025 bis Juni 2026 hat die Stadt Weimar 560 Einwohner verloren; die Ergebnisse der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Thüringer Landesamts für Statistik zeigen einen Rückgang der Bevölkerung Weimars in den nächsten 20 Jahren um 3.800 auf dann nur noch 61.800 Einwohner - ein Minus von 6,3 %).
Wir fordern: „Keine Bebauung des Merketals!“ Unterstützen Sie uns, damit dieser für das Stadtklima Weimars so wichtige Flecken Natur nicht zerstört wird!
